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17. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 17. Minensuchflottille wurde am 22.09.1939 gegründet und löste sich im 30.11.1942 auf. Die Besatzungen bildeten anschließend die 25. Minensuchflottille. Von 1939 bis 1940 wurden die Minensuchboote der 17. Minensuchflottille zum Sicherungsdienst in der Ostsee eingesetzt. Im April 1940, als Geleitschutzboote bei dem [[Unternehmen Weserübung]] verwendet, wurden sie anschließend von 1940 - 1942 zum Sicherungsdienst in der Nordsee und vor Norwegen eingesetzt.
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| colspan="3" | Die 17. Minensuchflottille war ein wichtiger Verband der Kriegsmarine, der vor allem in der Ostsee und in dänischen Gewässern operierte. Für Ihr Archiv ist diese Flottille besonders interessant, da sie in den Jahren 1943 bis 1945 eine wesentliche Rolle bei der Sicherung der Ausbildungsgebiete der Unterseeboot-Waffe spielte.
 
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| 1939 – 1940: || Sicherungsdienst in der Ostsee.
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| 00.04.1940: || Beim Unternehmen [[Unternehmen Weserübung]] Geleitschutz für Transportstaffeln nach Norwegen.
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| 1940 – 1942: || Sicherungsdienst in der Nordsee und in Norwegen.  
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| colspan="3" | In den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 wurde die Flottille intensiv zur Evakuierung von Flüchtlingen und verwundeten Soldaten aus Ostpreußen und Pommern im Rahmen des Unternehmens Hannibal eingesetzt. Die Boote retteten tausende Menschen unter schwierigsten Bedingungen. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die verbliebenen Boote der Flottille in den Deutschen Minenräumdienst überführt, um unter britischer Aufsicht die gefährlichen Seeminen in den Handelswegen zu beseitigen.
 
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| Reinhart Ostertag || colspan="3" | "Deutsche Minensucher - 80 Jahre Seeminienabwehr" - Köhler Verlag 1998. [https://www.amazon.de/Buch-Minensucher-Jahre-deutsche-Seeminenabwehr/dp/3782203941/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=21H4QK7GM7ZMG&dib=eyJ2IjoiMSJ9.uPTOhG1DQ5t1HtgXLWHy9m3t1KwWyLYMfEnJ65CxHmMFKtDrJAQQyFwe-8HTiY0z9uVXrfrafsNsJq5D49977h33DnLPoRsE8tNAXlMNzsb0DqME70XJbyNlHrhQL4Sy.c460qW8Q18A9ws7e6GLM2nrcWG2ayFFIDVL3BjXxXmA&dib_tag=se&keywords=deutsche+minensucher+-+80+jahre+seeminenabwehr&qid=1769706906&sprefix=deutsche+minensucher+-+80+jahre+seeminienabwehr%2Caps%2C178&sr=8-1 | → Amazon]
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| Hans H. Hildebrand || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis heute" (Band 3) - Biblio-Verlag Osnabrück 1993. [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/3DG675DJWMESSGU5OEIZW3Y4XJFOTGJ4 | → Deutsche Digitale Bibliothek]
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| Bundesarchiv-Militärarchiv Bestand RM 61 || colspan="3" | Enthält die Kriegstagebücher der Minensuchflottillen, in denen die täglichen Räumergebnisse und Feindberührungen im Zeitraum 1943 bis 1945 festgehalten sind.
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| || colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht → [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/17MinSuch-R.htm | 17. Minensuchflottille]
 
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Aktuelle Version vom 29. Januar 2026, 18:20 Uhr

Datenblatt 17. Minensuchflottille
Die 17. Minensuchflottille war ein wichtiger Verband der Kriegsmarine, der vor allem in der Ostsee und in dänischen Gewässern operierte. Für Ihr Archiv ist diese Flottille besonders interessant, da sie in den Jahren 1943 bis 1945 eine wesentliche Rolle bei der Sicherung der Ausbildungsgebiete der Unterseeboot-Waffe spielte.
Aufstellung und Einsatzgebiete
Die Flottille wurde im März 1943 aufgestellt. Ihr Operationsgebiet umfasste primär die westliche Ostsee, die dänischen Belte und den Öresund. Da diese Gewässer die einzige Verbindung zwischen den Ausbildungszentren in der Ostsee (wie der 2. Unterseeboot-Lehrdivision in Neustadt in Holstein) und den Werften in Norddeutschland darstellten, war die Sicherung dieser Wege vor feindlichen Minen und Luftangriffen von strategischer Bedeutung. Der Stützpunkt der Flottille befand sich zeitweise in Kopenhagen und später in Kiel.
Aufgaben und Personalstruktur
Die Hauptaufgabe der 17. Minensuchflottille bestand im Räumen von Seeminen, die von der britischen Luftwaffe regelmäßig in den Zwangswegen abgeworfen wurden. Zudem sicherte sie Geleitzüge und schützte neu gebaute Unterseeboote auf ihrem Weg von den Werften zu den Erprobungsstellen in der Ostsee. Die Flottille setzte sich aus Booten des Typs Minensuchboot 1940 und Minensuchboot 1943 zusammen. Das Personal bestand aus erfahrenen Seeoffizieren und Unteroffizieren der Crew 1937 und Crew 1938, die oft nach ihrem Dienst auf Minensuchern zur Unterseeboot-Waffe wechselten.
Bedeutung für die Unterseeboot-Waffe
Ohne die Arbeit der 17. Minensuchflottille wäre die Ausbildung der Unterseeboot-Besatzungen in der Ostsee massiv gefährdet gewesen. Die Flottille führte täglich Suchfahrten durch, um die Übungsgebiete minenfrei zu halten. Besonders kritisch war die Lage im Jahr 1944, als die Alliierten versuchten, durch massive Verminung der Ostseezugänge die Ausbildung der neuen Elektro-Boote vom Typ XXI zu unterbinden. Die Boote der 17. Minensuchflottille fungierten dabei oft als Eskorte für die wertvollen neuen Einheiten während ihrer Überführungsfahrten.
Das Ende bei Kriegsende
In den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 wurde die Flottille intensiv zur Evakuierung von Flüchtlingen und verwundeten Soldaten aus Ostpreußen und Pommern im Rahmen des Unternehmens Hannibal eingesetzt. Die Boote retteten tausende Menschen unter schwierigsten Bedingungen. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die verbliebenen Boote der Flottille in den Deutschen Minenräumdienst überführt, um unter britischer Aufsicht die gefährlichen Seeminen in den Handelswegen zu beseitigen.
Literaturverweise
Reinhart Ostertag "Deutsche Minensucher - 80 Jahre Seeminienabwehr" - Köhler Verlag 1998. | → Amazon
Hans H. Hildebrand "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis heute" (Band 3) - Biblio-Verlag Osnabrück 1993. | → Deutsche Digitale Bibliothek
Bundesarchiv-Militärarchiv Bestand RM 61 Enthält die Kriegstagebücher der Minensuchflottillen, in denen die täglichen Räumergebnisse und Feindberührungen im Zeitraum 1943 bis 1945 festgehalten sind.
Lexikon der Wehrmacht → | 17. Minensuchflottille
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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