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Wachtmeister: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | In der Deutschen Marine wird der personalbearbeitende Bootsmann an Bord größerer Schiffe als Wachtmeister bezeichnet. Er ist ähnlich einem Kompaniefeldwebel (im Volksmund: Spieß) in den Heereseinheiten und hat den gleichen Dienstgrad im Range eines Unteroffiziers mit Portepee (im Regelfall Hauptbootsmann oder höher).
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Aktuelle Version vom 3. Februar 2026, 15:44 Uhr

Stabsmatrose → Wachtmeister → DeckoffizierDienstgrade

Datenblatt Wachtmeister
Der Wachtmeister ist ein militärischer Dienstgrad. Im Militär gehört er zur Dienstgradgruppe der Unteroffiziere.
Historische Entwicklung und Klassifizierung
Definition: In der Kaiserlichen Marine, Reichsmarine und Kriegsmarine war der Wachtmeister ein Dienstgrad innerhalb der Gruppe der Portepee-Unteroffiziere.
Zugehörigkeit: Dieser Titel war exklusiv für Unteroffiziere reserviert, die den Matrosen-Divisionen (dem „fahrenden“ Personal) angehörten.
Abgrenzung: Das direkte Äquivalent für Unteroffiziere der Werftdivisionen (technisches Personal an Land) war der Feldwebel.
Anwendung in der U-Boot-Waffe
Laufbahnidentität: Ein Oberbootsmann der U-Boot-Waffe wurde somit im offiziellen Schriftverkehr der Personalabteilung oft als Wachtmeister angesprochen, sofern er der seemännischen Laufbahn angehörte.
Dienststellung vs. Dienstgrad: In der Praxis der Kriegsmarine verschmolz der Begriff oft mit der Dienststellung des „Spießes“. Dennoch blieb es formal die Bezeichnung für den Status innerhalb der Matrosen-Laufbahn.
Bedeutung für Biografien: In den Personalakten (BArch PERS 6) von Männern wie Paul Berkemann findet man diese Bezeichnung vor allem in der Phase ihrer Karriere als Portepee-Unteroffizier (z. B. als Oberwachtmeister/Stabswachtmeister).
Quellenangabe - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten) – Invenio Recherche. Belegt die Beförderungen zum Wachtmeister/Oberwachtmeister für das fliegende und fahrende Personal.
BArch RM 6 Reichsmarine / OKM) – Enthält die Bestimmungen über die Laufbahntrennung zwischen Matrosen- und Werftdivisionen.
BArch RM 121 Ersatz- und Ausbildungsabteilungen) – Dokumentiert die Ausbildungsgruppen, getrennt nach Wachtmeister- und Feldwebellaufbahnen.
Literaturverweise
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Personalwesen: Dienstgradbezeichnungen).
Hermann Teske (Hrsg.) Die deutschen Marinen 1848–1945. (Detaillierte Gliederung der Divisionen).
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