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Torpedolehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 7. Februar 2026, 14:37 Uhr

Datenblatt: Torpedolehrgänge
Der Torpedolehrgang war eine spezialisierte fachliche Ausbildung der Kriegsmarine, die sowohl von Offiziersanwärtern als auch von Unteroffizieren und Mannschaften der Torpedolaufbahn absolviert werden musste. Er vermittelte die technischen und taktischen Grundlagen für den Einsatz der Hauptwaffe der U-Boot-Waffe.
Funktion und Ausbildungsinhalte
Technische Schulung: Vermittlung von Kenntnissen über den Aufbau, die Antriebsarten (G7a/Dampf und G7e/Elektro) und die Zündmechanismen (Aufschlag- und Magnetzündung) der Torpedos.
Wartung und Pflege: Unterweisung in der Instandhaltung der Torpedos an Bord sowie der fachgerechten Lagerung und dem Laden der Torpedorohre.
Taktik (für Offiziere): Berechnung von Schussdaten, Schätzkunde (Entfernung, Gegnerfahrt, Winkel) und die Handhabung des Torpedorechengebers (T.R.G.).
Praxis: Durchführung von Übungsschüssen mit Manövertorpedos auf Übungsplätzen in der Ostsee.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Voraussetzung für Wachoffiziere: Jeder zukünftige U-Boot-Offizier musste den Torpedolehrgang an der Torpedoschule erfolgreich abschließen, da er als Wachoffizier an Bord für das Zielen und Abfeuern der Torpedos verantwortlich war.
Spezialisierung: Für Unteroffiziere bildete der Lehrgang die Basis für die Laufbahn des Torpedomechanikers oder Torpedofeldwebels, die für die Einsatzbereitschaft der Waffen unter Wasser verantwortlich waren.
Standort: Zentraler Ausbildungsort war die Torpedoschule Flensburg-Mürwik sowie die angeschlossenen Einrichtungen im Raum Kiel und Eckernförde.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften und Lehrgangsbestimmungen für die Fachausbildung an der Torpedoschule.
BArch RM 121 / 142 Lehrpläne und Prüfungsrichtlinien für Torpedolehrgänge der verschiedenen Laufbahngruppen.
BArch RM 121 / 642 Unterlagen zur personellen Zuweisung von Lehrgangsteilnehmern zu den Torpedoversuchsanstalten (T.V.A.).
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band III, Kapitel zur fachspezifischen Ausbildung).
Rössler, Eberhard Die Torpedos der deutschen U-Boote. (Standardwerk zur Technik und Handhabung, das die Lehrgangsinhalte widerspiegelt).
Hildebrand, Hans H. Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. (Bietet Kontext zur Torpedoschule Flensburg-Mürwik als Ausbildungszentrum).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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