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9. Ersatz-Marineartillerieabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 8. Februar 2026, 10:33 Uhr

Datenblatt 9. Ersatz-Marineartillerieabteilung
Die 9. Ersatz-Marineartillerieabteilung war ein kurzzeitig bestehender personeller Ergänzungsverband, der unmittelbar nach der Eroberung der polnischen Ostseeküste zur Sicherung und zum Aufbau der dortigen Verteidigungsinfrastruktur geschaffen wurde.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Die Abteilung wurde im September 1939 in Gotenhafen aufgestellt.
Unterstellung: Sie unterstand dem Kommandanten der Festung Gotenhafen.
Aufgabe: Die Abteilung diente als personelles Reservoir für die neu zu besetzenden Küsten- und Flakbatterien im Raum Gotenhafen/Oxhöft. Sie koordinierte die Ausbildung von Personal an den erbeuteten polnischen Geschützstellungen sowie die Zuweisung von Ersatzmannschaften für die Sicherungsstreitkräfte in der Danziger Bucht.
Ende: Mit der Konsolidierung der Marineorganisation im Osten wurde die Abteilung bereits im Januar 1940 wieder aufgelöst. Ihr Personal und ihre Aufgaben wurden von den regulären Marine-Artillerieabteilungen (wie der M.A.A. 119) übernommen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Ausbildungsräume: Gotenhafen entwickelte sich ab 1940 zu einem der wichtigsten Stützpunkte für die U-Boot-Ausbildung (u. a. Sitz der 22. und 27. U-Flottille). Die 9. E.M.A.A. legte in den ersten Monaten nach dem Polenfeldzug die personelle Basis für den Schutz dieser Gewässer.
Infrastrukturaufbau: Durch die Verwaltung des Artilleriepersonals in der Umbruchphase 1939/40 stellte die Abteilung sicher, dass die U-Boot-Liegeplätze in Gotenhafen gegen See- und Luftangriffe geschützt waren, bevor die dauerhaften Einheiten ihre Stellungen bezogen.
Biografischer Marker: In den Personalunterlagen von Marineartilleristen markiert die 9. E.M.A.A. oft den ersten Einsatz im besetzten Osten unmittelbar nach dem Ende der Kampfhandlungen in Polen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 642 Unterlagen zur Aufstellung und Gliederung der Marine-Ersatzabteilungen im Bereich der Marinestation der Ostsee.
BArch RM 45-I / 62 Akten des Küstenbefehlshabers mittlere Ostsee zur Organisation der Festung Gotenhafen im Herbst 1939.
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die personelle Ergänzung der Marineartillerie in den besetzten Ostgebieten.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zur Küstenverteidigung im Bereich Danzig-Westpreußen).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marine-Artillerie-Einheiten).
Harnack, Wolfgang Die Verteidigung der Küsten. (Bietet Kontext zur Befestigung von Gotenhafen nach 1939).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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