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U 41: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | U 41, unter Kapitänleutnant [[Gustav-Adolf Mugler]], lief am 19.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich von Irland und auf der Höhe von Gibraltar. Nach 31 Tagen, lief U 41 am 17.09.1939 wieder in Wilhelmshaven ein. U 41 konnte auf diese Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Es wurde [[Auf der 1. Unternehmung von U 41 versenkte oder beschädigte Schiffe|2 Prisen mit 2.172 BRT eingebracht]].
 
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| colspan="3" | U 41 wurde am 05.02.1940 im Nordatlantik südlich von Irland durch Wasserbomben des britischen Zerstörers [[HMS Antelope (H.36)]] (Lt.Comdr. Richard-Taylor White) versenkt. U 41 konnte auf 3 Unternehmungen 5 Schiffe mit 22.815 BRT versenken und 1 Schiff mit 9.874 BRT beschädigen. Außerdem wurden 2 Schiffe mit 2.073 BRT als [[Prise]] eingebracht.
 
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| colspan="3" | Am 05.02.1940 operierte U 41 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Gustav-Adolf Mugler im Nordatlantik südlich von Irland. Mugler sichtete den Geleitzug OB-84 und griff daraus den Frachter Beaverburn an, den er mit einem Torpedo versenkte. Unmittelbar nach diesem Erfolg nahm Mugler einen weiteren Frachter, die Ceronia, unter Feuer und beschädigte sie schwer. Durch die Detonationen und die Notmeldungen der Schiffe wurde der britische Zerstörer HMS Antelope unter Lieutenant Commander Richard-Taylor White auf den Plan gerufen. White leitete sofort eine Asdic-Suche ein und lokalisierte das getauchte U-Boot in unmittelbarer Nähe des sinkenden Frachters. Die HMS Antelope warf eine Serie präzise platzierter Wasserbomben, die U 41 so schwer beschädigten, dass das Boot innerhalb kürzester Zeit sank. Bei diesem schnellen Untergang kam die gesamte Besatzung von 49 Mann ums Leben; es gab keine Überlebenden. Besonders tragisch für die deutsche Seite war der Verlust von Mugler, der als erfahrener Kommandant galt und auf dieser dritten Unternehmung bereits beachtliche Erfolge erzielt hatte. Die britische Admiralität wertete die Versenkung als Musterbeispiel für eine schnelle Reaktion der Eskorte, da zwischen dem Torpedoeinschlag im Frachter und der Vernichtung von U 41 nur wenig Zeit verging. Das Boot gilt heute als Seekriegsgrab.
 
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Aktuelle Version vom 15. März 2026, 14:38 Uhr

U 40 ← U 41 → U 42

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Datenblatt: Unterseeboot U 41
Typ: IX A
Bauauftrag: 21.11.1936
Bauwerft: Deschimag AG Weser, Bremen
Baunummer: 946
Serie: U 37 - U 44
Kiellegung: 27.11.1937
Stapellauf: 28.01.1939
Indienststellung: 22.04.1939
Kommandant: Gustav-Adolf Mugler
Feldpostnummer: M - 11 423
Kommandanten
22.04.1939 - 05.02.1940 Kapitänleutnant - Gustav-Adolf Mugler
Flottillen
22.04.1939 - 31.08.1939 Einsatzboot - U-Flottille Hundius, Kiel
01.09.1939 - 31.12.1939 Frontboot - U-Flottille Hundius, Kiel
01.01.1940 - 05.02.1940 Frontboot - 2. U-Flottille, Wilhelmshaven
1. Unternehmung
19.08.1939 - 17.09.1939 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 41, unter Kapitänleutnant Gustav-Adolf Mugler, lief am 19.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich von Irland und auf der Höhe von Gibraltar. Nach 31 Tagen, lief U 41 am 17.09.1939 wieder in Wilhelmshaven ein. U 41 konnte auf diese Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Es wurde 2 Prisen mit 2.172 BRT eingebracht.
Klick hier → Original KTB für die 1. Unternehmung
2. Unternehmung
07.11.1939 - 07.12.1939 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 41, unter Kapitänleutnant Gustav-Adolf Mugler, lief am 07.11.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte im Nordatlantik. Nach 30 Tagen, lief U 41 am 07.12.1939 wieder in Wilhelmshaven ein. U 41 konnte auf dieser Unternehmung 4 Schiffe mit 12.941 BRT versenken.
Klick hier → Original KTB für die 2. Unternehmung
Verlegungsfahrt
23.01.1940 - 23.01.1940 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland
U 41, unter Kapitänleutnant Gustav-Adolf Mugler, lief am 23.01.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte, nach Helgoland. Am 23.01.1940 lief U 41 in Helgoland ein. Dort wurden Rest- und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.
3. Unternehmung
27.01.1940 - 05.02.1940 Ausgelaufen von Helgoland - Verlust des Bootes
U 41, unter Kapitänleutnant Gustav-Adolf Mugler, lief am 27.01.1940 von Helgoland aus. Das Boot operierte im Nordatlantik. Nach 9 Tagen wurde U 41 durch ein britisches Kriegsschiff versenkt. U 41 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 9.874 BRT versenken und 1 Schiffe mit 8.096 BRT beschädigen.
Klick hier → Original KTB für die 3. Unternehmung (B.d.U.)
Verlustursache
Datum: 05.02.1940
Letzter Kommandant: Gustav-Adolf Mugler
Ort: Nordatlantik
Position: 49° 20' Nord - 10° 04' West
Planquadrat: BF 1496
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 49
Überlebende: 0
Klick hier → Besatzungsliste U 41
Verlustursache im Detail
U 41 wurde am 05.02.1940 im Nordatlantik südlich von Irland durch Wasserbomben des britischen Zerstörers HMS Antelope (H.36) (Lt.Comdr. Richard-Taylor White) versenkt. U 41 konnte auf 3 Unternehmungen 5 Schiffe mit 22.815 BRT versenken und 1 Schiff mit 9.874 BRT beschädigen. Außerdem wurden 2 Schiffe mit 2.073 BRT als Prise eingebracht.
Am 05.02.1940 operierte U 41 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Gustav-Adolf Mugler im Nordatlantik südlich von Irland. Mugler sichtete den Geleitzug OB-84 und griff daraus den Frachter Beaverburn an, den er mit einem Torpedo versenkte. Unmittelbar nach diesem Erfolg nahm Mugler einen weiteren Frachter, die Ceronia, unter Feuer und beschädigte sie schwer. Durch die Detonationen und die Notmeldungen der Schiffe wurde der britische Zerstörer HMS Antelope unter Lieutenant Commander Richard-Taylor White auf den Plan gerufen. White leitete sofort eine Asdic-Suche ein und lokalisierte das getauchte U-Boot in unmittelbarer Nähe des sinkenden Frachters. Die HMS Antelope warf eine Serie präzise platzierter Wasserbomben, die U 41 so schwer beschädigten, dass das Boot innerhalb kürzester Zeit sank. Bei diesem schnellen Untergang kam die gesamte Besatzung von 49 Mann ums Leben; es gab keine Überlebenden. Besonders tragisch für die deutsche Seite war der Verlust von Mugler, der als erfahrener Kommandant galt und auf dieser dritten Unternehmung bereits beachtliche Erfolge erzielt hatte. Die britische Admiralität wertete die Versenkung als Musterbeispiel für eine schnelle Reaktion der Eskorte, da zwischen dem Torpedoeinschlag im Frachter und der Vernichtung von U 41 nur wenig Zeit verging. Das Boot gilt heute als Seekriegsgrab.
Busch/Röll schreiben dazu:
Zitat: Am 05.02.40 im Nordatlantik südlich von Irland nach dem zweiten Angriff auf den Konvoi OA.84 durch Wasserbomben des britischen Zerstörers ANTELOPE versenkt. Zitat Ende.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 15.
Clay Blair schreibt dazu:
Zitat: Da das OKM darauf bestand, daß Dönitz deutschen Handelsschiffen, die vom spanischen Vigo durch die britische Blockade brechen sollten, ein U-Boot als Geleit schicken sollte, leitete dieser den Auftrag an Gustav-Adolf Mugler weiter, der sich mit U 41 auf seinem zweiten Atlantikeinsatz befand. Auf dem Weg nach Vigo stieß Mugler in den Western Approaches auf einen Geleitzug. Er unterbrach seine Fahrt und griff an. Er beschädigte den 8000 BRT großen holländischen Dampfer Ceronia schwer und versenkte den 9872 BRT großen britischen Frachter Beaverburn. Das einzige Geleitfahrzeug des Konvois, der Zerstörer Antelope, nahm die Verfolgung auf, ortete das U-Boot mit dem Asdic und warf Wasserbomben. Das war das Ende von U 41. Zitat Ende.
Aus Clay Blair - Band 1 - Die Jäger - S. 178-179.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 98 Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
BArch RM 20 Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
BArch RM 210 Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
Literaturverweise
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 178, 179. | → Amazon
Rainer Busch/Hans Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 167. | → Amazon
Rainer Busch/Hans Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 21, 25, 211. | → Amazon
Rainer Busch/Hans Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 15. | → Amazon
Rainer Busch/Hans Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 41. | → Amazon
Dr. Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 114, 281. | → Amazon
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