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Referent: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Ein '''Referent''' ist ein Stabsoffizier, der in einem Referat oder einer vergleichbaren Organisationseinheit eingesetzt ist, ohne dessen Leiter (z. B. Referatsleiter) zu sein. Manche Referenten vertreten die Referatsleiter in ihrer Abwesenheit. Daher nehmen sie im Vergleich zu den Sachbearbeitern höherwertige Aufgaben, z. B. solche konzeptioneller Art, wahr.
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| || colspan="3" | Ein '''Referat''' ist ein bestimmtes Sach- oder Aufgabengebiet, das innerhalb einer Einheit in deren Struktur eingebunden ist. Die vom Referatsleiter geführten Referate dienen der effizienteren Erledigung der vielfältigen Aufgaben innerhalb der betreffenden Einheit.
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 3 enthält detaillierte Listen der Referenten in den verschiedenen Ämtern des OKM).
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Aktuelle Version vom 3. Februar 2026, 11:16 Uhr

Datenblatt Referent
In der Organisation der Kriegsmarine war ein Referent ein fachlicher Sachbearbeiter innerhalb eines Stabes (z. B. beim B.d.U. oder im O.K.M.). Er war für ein eng umgrenztes Spezialgebiet verantwortlich und bereitete Entscheidungen für die Admiralstabsoffiziere (Astos) oder den Befehlshaber vor.
Funktion und Aufgaben
Fachliche Expertise: Ein Referent war der „Spezialist für das Detail“. Während die Astos die operative Führung übernahmen, kümmerte sich der Referent um die technische oder administrative Umsetzung.
Typische Aufgabengebiete:
Torpedo-Referent: Analyse von Torpedoversagern und Einführung neuer Zündersysteme.
Funk-Referent: Überwachung der Verschlüsselungstechnik (Enigma) und Funkverfahren.
Personal-Referent: Planung der Crew-Zuweisungen und Kommandanten-Lehrgänge.
Ausrüstungs-Referent: Koordination der Proviantierung und Ersatzteilversorgung der Frontboote.
Berichtswesen: Er wertete die Kriegstagebücher (KTB) der Kommandanten aus, filterte fachspezifische Probleme heraus und verfasste Stellungnahmen für die übergeordnete Führung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Front-Erfahrung im Stab: Viele erfolgreiche U-Boot-Kommandanten (z. B. Udo Behrens) wurden nach ihrer aktiven Bordzeit als Referenten in die Flottillenstäbe oder zum Stab des B.d.U. Op berufen. Ihr Praxiswissen war für die strategische Planung unersetzlich.
Schnittstelle zur Industrie: Referenten hielten oft den direkten Kontakt zu den Werften (z. B. Marinearsenal Kiel) oder Waffenämtern, um Mängel an den Booten schnellstmöglich abzustellen.
Quellenangabe - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung / B.d.U. In den Akten der Abteilungen finden sich die von den Referenten gezeichneten Vermerke und Berichte.
BArch PERS 6 Personalakten. In den Werdegängen ist die Verwendung meist als „Referent in der Abt. [X] beim B.d.U.“ oder „Referent beim F.d.U. Ausbildungsflottillen“ vermerkt.
Literaturverweise
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung
Karl Dönitz Zehn Jahre und zwanzig Tage. (Beschreibt die Arbeitsweise seiner Referenten im Stab).
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 3 enthält detaillierte Listen der Referenten in den verschiedenen Ämtern des OKM).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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