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Grundausbildung: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Grundausbildung war eine Infanteristische Ausbildung, wie bei einem normalen Soldaten. Sie dauerte in der Regel zirka 3 bis 6 Monate, und fand für [[Offiziersanwärter]] bei der II. Abteilung der Schiffsstammdivision der Ostsee in Stralsund statt.
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Aktuelle Version vom 30. Januar 2026, 13:23 Uhr

Datenblatt Infanteristische Grundausbildung
Die Grundausbildung (offiziell: Infanteristische Grundausbildung) war das erste Sieb der Kriegsmarine und für jeden Freiwilligen der U-Boot-Waffe obligatorisch. Sie diente der Transformation vom Zivilisten zum Soldaten.
Organisation und Standorte
Die Grundausbildung fand in der Regel nicht direkt bei den spezialisierten U-Boot-Verbänden statt, sondern in den Schiffsstammabteilungen oder den Unterseeboots-Lehr-Divisionen.
Dauer: In Friedenszeiten betrug sie drei Monate, wurde aber während des Krieges auf sechs bis acht Wochen verkürzt.
Beispiel-Standort: Die 4. U-Lehrdivision in Memel war eine zentrale Anlaufstelle für die Erstausbildung künftiger U-Boot-Fahrer.
Ausbildungsinhalte
Der Fokus lag auf der infanteristischen Basis und der militärischen Disziplin:
Formaldienst: Exerzieren, Marschieren und das Erlernen der militärischen Grußformen. Dies war Voraussetzung für spätere Rollen, etwa als Wachoffiziersschüler.
Waffenausbildung: Handhabung des Karabiner 98k, der Pistole 08 sowie Handgranaten. Auch wenn ein Soldat später auf einem Typ XXI im Maschinenraum diente, musste er zur Selbstverteidigung des Bootes im Hafen oder bei Landgängen an der Waffe ausgebildet sein.
Geländedienst: Tarnung, Schützenlochbau und Bewegungsarten im Feld.
Theorie: Unterricht in der Disziplinarstrafordnung, Dienstgradkunde und der Geschichte der Marine.
Der Übergang zur Fachausbildung
Erst nach dem erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung und der Vereidigung erfolgte die Zuweisung zu den Fachlehrgängen:
Seemännisches Personal wechselte zu Navigations- oder Artillerielehrgängen.
Technisches Personal wurde zu den Marinelehrwerkstätten kommandiert.
Offiziersanwärter begannen ihre Laufbahn als Seekadett mit der praktischen Bordausbildung (beispielsweise auf Segelschulschiffen oder Einheiten wie dem Minensuchbooten).
Besonderheit für U-Boot-Fahrer
Innerhalb der Grundausbildung bei den Unterseeboots-Lehr-Divisionen wurde bereits früh auf die psychische Eignung geachtet. Soldaten, die Anzeichen von Platzangst zeigten, wurden bereits hier aussortiert, bevor sie teure Spezialausbildungen wie den Torpedooffizierslehrgang begannen.
Quellenangabe
Marine-Dienstvorschrift Nummer 130 (Exerzierreglement) war die „Bibel“ der Grundausbildung.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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