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Marinehafenabteilung Boulogne: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Marinehafenabteilung Boulogne wurde im August 1940 zur wirtschaftlichen und disziplinären Betreuung der ständigen Besatzungen der dort liegenden [[Unternehmen Seelöwe|Seelöwe]]-Fahrzeuge aufgestellt. Am 15. Januar 1942 wurde die Abteilung in 6. Flottillenstammabteilung umbenannt. Am 20.05.1942 gliederte sich die Abteilung in 24 Motorfährpräme, 2 Schlepper und 8 Motorboote. Am 01.05.1943 wurde die Flottille aufgelöst.
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| Chazette, Alain || colspan="3" | The Fortresses of the Atlantic Wall. (Details zur Befestigung und den Einheiten im Raum Boulogne 1940–1944).
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Aktuelle Version vom 6. Februar 2026, 16:51 Uhr

Datenblatt Marinehafenabteilung Boulogne
Die Marinehafenabteilung Boulogne war eine spezialisierte Dienststelle der Kriegsmarine an der Kanalküste, die für den Betrieb, die Logistik und die Verteidigung des Hafens Boulogne-sur-Mer zuständig war.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Die Abteilung wurde nach der Besetzung Frankreichs im Sommer 1940 aufgestellt.
Unterstellung: Sie unterstand dem Seekommandanten Pas-de-Calais (Sitz in Wimereux).
Standort: Boulogne-sur-Mer, ein strategisch entscheidender Punkt am Ärmelkanal („Engstelle“), der massiv durch schwere Batterien geschützt wurde.
Ende: Mit der alliierten Einschließung und der Deklarierung zur „Festung“ im Sommer 1944 wurde die Abteilung im Erdkampf eingesetzt. Die Kapitulation erfolgte im September 1944 nach schweren Kämpfen gegen kanadische Truppen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Boulogne war kein klassischer U-Boot-Stützpunkt wie Lorient oder Brest, spielte aber für die U-Boot-Waffe eine spezifische Rolle:
Nothafen und Stützpunkt für Kleinkampfmittel: In der Endphase des Krieges und während der Invasionsabwehr diente Boulogne als Basis für Kleinst-U-Boote (wie den Molch oder Biber) und Sprengboote (Linse).
Geleit- und Versorgungsstützpunkt: U-Boote, die den Ärmelkanal durchbrachen oder dort operierten, nutzten die logistische Infrastruktur der Hafenabteilung für Notfallreparaturen, Brennstoffergänzung oder zur Aufnahme von Lotsen.
Sicherung der Küstenwege: Die Hafenabteilung koordinierte die lokalen Sicherungsfahrzeuge, die den Seeraum für passierende U-Boote und Versorger minenfrei hielten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 47 Dienststellen der Kriegsmarine in Frankreich. Dieser Bestand enthält die Akten des Seekommandanten Pas-de-Calais sowie Unterlagen zur Hafenkommandantur und Hafenabteilung Boulogne.
BArch RM 121 Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen. Dokumentiert die personelle Aufstellung und den Ersatz für die Hafenabteilungen im Westen.
BArch PERS 6 Personalakten. Relevant für Biografien von Offizieren, die als Hafenkapitäne oder Kompaniechefs in Boulogne dienten, bevor sie zur U-Boot-Waffe wechselten.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zum Bereich Admiral Kanalküste/Seekommandant Pas-de-Calais).
Chazette, Alain The Fortresses of the Atlantic Wall. (Details zur Befestigung und den Einheiten im Raum Boulogne 1940–1944).
Blocksdorf, Helmut Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine. (Beschreibt den Einsatz der Kleinst-U-Boote im Bereich der Hafenabteilungen an der Kanalküste).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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