Aktionen

Kriegsmarine: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
Zeile 1: Zeile 1:
 
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
|-
 
|-
|  
+
| || colspan="3" |  
  
 
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
Zeile 9: Zeile 9:
 
|-
 
|-
 
! Organisation
 
! Organisation
! Kriegsmarine (1935–1945)
+
! '''Kriegsmarine (1935–1945)'''
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="2" | Die Kriegsmarine war die Teilstreitkraft der Wehrmacht zur See. Nach dem deutsch-britischen Flottenabkommen (1935) begann eine massive Aufrüstung, die im sogenannten Z-Plan gipfelte, jedoch bei Kriegsbeginn 1939 weit hinter den gesetzten Zielen zurückblieb.
+
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Die Kriegsmarine entstand 1935 durch die Umbenennung der Reichsmarine. Trotz ehrgeiziger Ausbaupläne (Z-Plan) blieb sie gegenüber der britischen Royal Navy zahlenmäßig unterlegen und konzentrierte sich im Verlauf des Zweiten Weltkriegs primär auf den U-Boot-Krieg und die Küstensicherung.
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="2" | Strategische Schwerpunkte
+
! colspan="3" | Struktur und Führung
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| U-Boot-Waffe: || colspan="1" | Kernstück der maritimen Kriegsführung ("Handelskrieg"). Unter Karl Dönitz wurde versucht, die alliierten Versorgungslinien im Atlantik durch Wolfsrudeltaktiken zu unterbrechen.
+
| Oberbefehlshaber: || colspan="3" | Großadmiral Erich Raeder (bis Januar 1943), gefolgt von Großadmiral Karl Dönitz (bis Mai 1945).
 +
|-
 +
| Führungsorgan: || colspan="3" | Oberkommando der Marine (OKM) mit Sitz in Berlin, später in die Bunkeranlage „Koralle“ bei Bernau verlegt.
 +
|-
 +
| Strategische Ausrichtung: || colspan="3" | Handelskrieg zur Unterbrechung der feindlichen Versorgungslinien, Küstenverteidigung und Unterstützung von Landoperationen (z. B. Unternehmen Weserübung).
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| Überwasserstreitkräfte: || colspan="1" | Einsatz schwerer Einheiten (Bismarck, Tirpitz, Scharnhorst-Klasse) als Einzelfahrer oder in kleinen Verbänden zum Stören der gegnerischen Handelsschifffahrt.
+
| ||
 
|-
 
|-
| Küstensicherung: || colspan="1" | Umfangreiche Organisation von Minensuch-, Räum- und Sicherungsflottillen zum Schutz der eigenen Gewässer und Stützpunkte.
+
! colspan="3" | Die wichtigsten Waffengattungen
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="2" | Führung und Struktur
+
| U-Boot-Waffe: || colspan="3" | Das strategische Hauptinstrument ab 1940. Einsatz von „Wolfsrudeln“ gegen alliierte Geleitzüge im Atlantik unter der Führung des BdU.
 +
|-
 +
| Überwasserstreitkräfte: || colspan="3" | Einsatz schwerer Einheiten (Schlachtschiffe wie [[Bismarck]], [[Tirpitz]], [[Scharnhorst]]) als Einzelfahrer oder Kleingruppen.
 +
|-
 +
| Sicherungsverbände: || colspan="3" | Umfangreiche Flottillen von Minensuchern, Vorpostenbooten und Räumbooten zum Schutz der eigenen Küstengewässer.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| Oberbefehlshaber: || colspan="1" | Erich Raeder (bis 1943), danach Karl Dönitz.
+
| ||
 
|-
 
|-
| Hauptquartier: || colspan="1" | Oberkommando der Marine (OKM) in Berlin (später Objekt Koralle bei Bernau).
+
! colspan="3" | Relevanz für die Ausbildung
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="2" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
+
| Akademische Schmiede: || colspan="3" | Zentrale Ausbildung an der Marineschule Mürwik (M.S.M.) für den Seeoffiziersnachwuchs und an der Marineschule Kiel für technische Laufbahnen.
 +
|-
 +
| Spezialisierung: || colspan="3" | Streng hierarchisch gegliederte Fachlehrgänge (Torpedo, Artillerie, Nachrichtentechnik), die eine hohe Professionalisierung der Besatzungen sicherstellten.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
|-
 
|-
 
| ||  
 
| ||  
 
|-
 
|-
| BArch RM || colspan="1" | (Zentrale Bestände der Kriegsmarine, inklusive Seekriegsleitung, Flottenkommando und U-Boot-Waffe).
+
| BArch RM 7 || colspan="3" | (Akten der Seekriegsleitung (Skl) zur operativen Gesamtführung der Kriegsmarine).
 +
|-
 +
| BArch RM 123 || colspan="3" | (Unterlagen der Ausbildungseinrichtungen und Lehrdivisionen zur Personalvorbereitung).
 +
|-
 +
| BArch PERS 6 || colspan="3" | (Personalakten zur Dokumentation der individuellen Werdegänge innerhalb der Kriegsmarine).
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="2" | Literaturverweise
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| Lohmann / Hildebrand || colspan="1" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Das Standardwerk zur Gliederung, Personal und Organisation).
+
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Das Standardwerk zur Gliederung, Personalbesetzung und Organisation).
 +
|-
 +
| Potter, E. B. / Nimitz, C. W. || colspan="3" | "Seemacht: Eine Seekriegsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart" (Einordnung der Kriegsmarine in den globalen Kontext).
 
|-  
 
|-  
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| style="text-align:center" colspan="2" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 
|}
 
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 16:02 Uhr

Organisation Kriegsmarine (1935–1945)
Die Kriegsmarine entstand 1935 durch die Umbenennung der Reichsmarine. Trotz ehrgeiziger Ausbaupläne (Z-Plan) blieb sie gegenüber der britischen Royal Navy zahlenmäßig unterlegen und konzentrierte sich im Verlauf des Zweiten Weltkriegs primär auf den U-Boot-Krieg und die Küstensicherung.
Struktur und Führung
Oberbefehlshaber: Großadmiral Erich Raeder (bis Januar 1943), gefolgt von Großadmiral Karl Dönitz (bis Mai 1945).
Führungsorgan: Oberkommando der Marine (OKM) mit Sitz in Berlin, später in die Bunkeranlage „Koralle“ bei Bernau verlegt.
Strategische Ausrichtung: Handelskrieg zur Unterbrechung der feindlichen Versorgungslinien, Küstenverteidigung und Unterstützung von Landoperationen (z. B. Unternehmen Weserübung).
Die wichtigsten Waffengattungen
U-Boot-Waffe: Das strategische Hauptinstrument ab 1940. Einsatz von „Wolfsrudeln“ gegen alliierte Geleitzüge im Atlantik unter der Führung des BdU.
Überwasserstreitkräfte: Einsatz schwerer Einheiten (Schlachtschiffe wie Bismarck, Tirpitz, Scharnhorst) als Einzelfahrer oder Kleingruppen.
Sicherungsverbände: Umfangreiche Flottillen von Minensuchern, Vorpostenbooten und Räumbooten zum Schutz der eigenen Küstengewässer.
Relevanz für die Ausbildung
Akademische Schmiede: Zentrale Ausbildung an der Marineschule Mürwik (M.S.M.) für den Seeoffiziersnachwuchs und an der Marineschule Kiel für technische Laufbahnen.
Spezialisierung: Streng hierarchisch gegliederte Fachlehrgänge (Torpedo, Artillerie, Nachrichtentechnik), die eine hohe Professionalisierung der Besatzungen sicherstellten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 (Akten der Seekriegsleitung (Skl) zur operativen Gesamtführung der Kriegsmarine).
BArch RM 123 (Unterlagen der Ausbildungseinrichtungen und Lehrdivisionen zur Personalvorbereitung).
BArch PERS 6 (Personalakten zur Dokumentation der individuellen Werdegänge innerhalb der Kriegsmarine).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Das Standardwerk zur Gliederung, Personalbesetzung und Organisation).
Potter, E. B. / Nimitz, C. W. "Seemacht: Eine Seekriegsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart" (Einordnung der Kriegsmarine in den globalen Kontext).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132