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| Datenblatt
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1. Minensuchflottille
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| Die 1. Minensuchflottille (1. M.S.-Flottille) ein Paradebeispiel für Kontinuität und Tradition in der deutschen Marinegeschichte.
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| Kaiserliche Marine (1914–1918)
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| Struktur: In der Kaiserlichen Marine war die Organisation in Halbflottillen (meist 5 Boote) üblich, wobei zwei Halbflottillen eine Flottille bildeten.
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| Aufgabe: Räumdienst in der Nordsee und den flämischen Gewässern, um die Wege für die Hochseeflotte und die U-Boote der Flandern-Flottille freizuhalten.
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| Einheiten: Einsatz der ersten spezialisierten Minensuchboote (M-Boote) ab 1915/1916.
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| Reichsmarine (1924–1935)
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| Herbst 1924: Aufstellung der 1. Minensuchhalbflottille mit Standort Kiel. Zunächst ausgerüstet mit vier älteren Booten aus dem Ersten Weltkrieg, die Deutschland laut Versailler Vertrag behalten durfte.
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| Aufbauphase: In den folgenden Jahren wuchs die Halbflottille auf eine Stärke von acht Booten an.
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| 01.10.1933: Teilung der Halbflottille und Aufstellung der 1. und 2. Minensuchflottille.
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| Verlegung: Die 1. Minensuchflottille wurde nach Pillau (Ostpreußen) verlegt.
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| Zusammensetzung: Jeweils fünf Minensuchboote und ein altes Torpedoboot als Bojenboot (zur Markierung der geräumten Gassen).
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| Kriegsmarine (1935–1945)
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| Modernisierung: Ab 1935 wurden die alten Boote sukzessive durch die neuen Neubauten vom Typ M 35 ersetzt.
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| Kriegsbeginn 1939: Einsatz in der Danziger Bucht zur Sicherung der Seewege für den Polenfeldzug.
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| April 1940: Teilnahme an der Besetzung Norwegens (Unternehmen Weserübung).
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| 1940–1941: Sicherungsdienst in der Nordsee sowie vor der holländischen und französischen Küste (Schutz der U-Boot-Stützpunkte am Atlantik).
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| 1942: Verlegung ins Baltikum. Durchbruch durch die Irbenstraße und Teilnahme an der Eroberung der Baltischen Inseln (Operation Beowulf).
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| 1943–1944: Erneuter Sicherungsdienst vor Holland und in der Nordsee.
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| Kriegsende 1945: Einsatz in der Nordsee. Die Flottille blieb bis zum Ende aktiv und wurde nach der Kapitulation teilweise in den Deutschen Minenräumdienst (GMSA) überführt.
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| Relevanz für das U-Boot-Waffe
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| Sicherung der Ausläufe: Die Flottille räumte die Zwangswege für U-Boote in der Ostsee und der Nordsee.
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| Personalschmiede: Viele spätere U-Boot-Offiziere der Reserve starteten ihre Laufbahn als Wachoffiziere auf den Booten der 1. M.S.-Flottille.
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| Quellenangabe
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| Bundesarchiv Signatur RM 106 |
Flottillen der Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine. Invenio Online-Recherche. Enthält die zentralen Kriegstagebücher der 1. Minensuchflottille sowie Unterlagen zu den unterstellten Booten und deren Einsätzen von 1939 bis 1945
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| Bundesarchiv Signatur RM 53 |
Minensuch- und Räumverbände der Kaiserlichen Marine. Invenio Online-Recherche. Dokumentiert die frühen Strukturen der Minensuch-Halbflottillen im Ersten Weltkrieg und die technische Entwicklung der M-Boote.
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| Bundesarchiv Signatur RM 6 |
Oberkommando der Kriegsmarine / Reichsmarine. Invenio Online-Recherche. Enthält die Organisationsbefehle zur Neuaufstellung und Teilung der Minensuch-Halbflottille am 01.10.1933 sowie die Verlegungspläne nach Pillau.
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| Lexikon der Wehrmacht |
→ 1. Minensuchflottille
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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