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Sonderkommando Schomburg

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Verband Sonderkommandos Schomburg
Die Sonderkommandos Schomburg wurden unter der Führung des ehemaligen U-Boot-Kommandanten Kapitänleutnant Heinz Schomburg (U 561) innerhalb des Kommandos der Kleinkampfverbände formiert. Schomburg brachte seine Fronterfahrung aus dem Atlantik und Mittelmeer in die taktische Ausbildung und Einsatzführung der neuartigen Kleinst-U-Boote (Typ Biber und Molch) ein. Die Kommandos operierten vornehmlich in den flachen Küstengewässern der Nordsee und im Ärmelkanal gegen alliierte Invasions- und Nachschubverbände. Aufgrund der extremen Verlustraten bei den K-Verbänden dienten diese Sonderkommandos als personelle Elitekerne für die Durchführung riskanter Offensivunternehmungen in der Endphase des Krieges.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 1944; nach der Umgliederung von erfahrenem U-Boot-Personal zu den K-Verbänden.
Aufgabe: Führung von Kleinst-U-Boot-Angriffen; taktische Ausbildung; Erprobung neuer Angriffsmethoden.
Unterstellung: Kommando der Kleinkampfverbände (Vizeadmiral Heye).
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung des Kommandos; Gefangennahme im norddeutschen Raum.
Spezifische Merkmale
Kommandeur: Kapitänleutnant Heinz Schomburg (Träger des Deutschen Kreuzes in Gold).
Einsatzmittel: Einmann-U-Boote vom Typ „Biber“ sowie zeitweise Sprengboote (Linse).
Personal: Hoher Anteil an Freiwilligen mit vorheriger Erfahrung in der U-Boot-Waffe.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wissenstransfer: Nutzung der Erfahrung aus dem Frontdienst auf herkömmlichen U-Booten für die Kleinst-U-Boot-Taktik.
Auffang: Integration von Kommandanten und Offizieren der U-Boot-Waffe nach dem Verlust ihrer Boote.
Kampfweise: Fortführung des „U-Boot-Geistes“ unter den Bedingungen technisch unterlegener Kleinkampfmittel.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegang von Heinz Schomburg (U 561 und K-Verbände).
BArch RM 121 Kleinkampfverbände: Unterlagen über die personelle Zusammensetzung der K-Flottillen.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Abgangsmeldungen von Personal zu den K-Verbänden.
Literaturverweise
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939–1945“ (Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten).
Blocksdorf, Helmut „Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine“.
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Kleinkampfverbände).
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