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| Dienststelle
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Küstenartillerieschule (K.A.S.)
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| Die Küstenartillerieschule war die zentrale Ausbildungseinrichtung für die stationäre und mobile Artillerie sowie die Flugabwehr der Kriegsmarine. Sie fungierte als technische und taktische Kaderschmiede für das Personal der Marine-Artillerie-Abteilungen und bildete zudem See- und U-Boot-Personal an spezifischen Flak-Waffensystemen aus.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Aufstellung: |
Gebildet am 01.10.1937 in Wilhelmshaven. Im April 1939 erfolgte die Verlegung nach Swinemünde. Die Schule unterstand direkt der Artillerieinspektion (A.I.).
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| Umgliederung: |
Im Januar 1941 erfolgte die Umbenennung in Marineflugabwehrschule, während die Lehrgruppe Küstenartillerie als eigenständige Schule ausgegliedert wurde.
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| Struktur & Lehrgruppen: |
Die Ausbildung war in hochspezialisierte Lehrgruppen unterteilt:
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Lehrgruppe für schwere Landflak
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Lehrgruppe für leichte Flak an Bord und Land
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Lehrgruppe für Flakscheinwerfer- und Horchausbildung
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Lehrgruppe für Küstenartillerie
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| Ausbildungsprofil & Besonderheiten
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| Besonderheit Übungsflotte: |
Zur Schule gehörten spezialisierte Übungsschiffe (z. B. der ehemalige Kreuzer Arcona oder die Nymphe), die als schwimmende Flak-Batterien dienten. Hier wurde das Schießen auf bewegliche Luftziele unter echten Seegangsbedingungen trainiert.
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| Besonderheit Zielschlepp: |
Die K.A.S. arbeitete eng mit der Luftwaffe zusammen. Spezielle Zielschleppstaffeln flogen mit Luftsäcken über das Schießgebiet vor Swinemünde, um den Richtschützen ein realistisches Training gegen schnell fliegende Objekte zu ermöglichen.
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| Besonderheit Hörschulung: |
Die Lehrgruppe für Horchausbildung war technisch eng mit dem Nachrichtenwesen verknüpft. Hier lernten Soldaten, Flugmotorengeräusche frühzeitig zu orten und zu identifizieren – ein Wissen, das teilweise auch in die U-Boot-Abwehr einfloss.
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| Kriegsende 1945: |
In den letzten Kriegswochen wurden Teile der Schule als Marine-Schützen-Bataillone im Erdkampf zur Verteidigung der "Festung Swinemünde" und bei den Rückzugskämpfen auf Usedom eingesetzt.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Flak-Spezialisierung: |
Für die U-Boot-Waffe war insbesondere die Lehrgruppe leichte Flak an Bord entscheidend. Hier erhielten künftige Wachoffiziere und Flak-Gasten den technischen Schliff an den 2-cm und 3,7-cm Geschützen für den Einsatz auf dem Wintergarten.
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| Stützpunktsicherung: |
Das an der K.A.S. geschulte Personal stellte die Verteidigung der großen U-Boot-Bunker in Frankreich (z.B. Lorient, Brest) sicher, indem es die dortigen schweren Marine-Flak-Abteilungen bemannte.
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| Personalhistorie: |
In den Stammrollen (BArch PERS 6) markiert eine Kommandierung zur K.A.S. oft die Ausbildung zum spezialisierten Flak-Leiter oder Geschützführer.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 123 |
Akten der Marineartillerie- und Flakschulen. Beinhaltet Organisationspläne der K.A.S. Swinemünde sowie Lehrgangsrichtlinien für Flak-Personal.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten der Kriegsmarine. Dokumentiert die Fachlaufbahn der Artillerie- und Flak-Spezialisten.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". Band II (Organisation der Marineartillerie).
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| Harnack, Wolfgang |
"Die deutschen Flak-Abteilungen der Marine" (Details zur Ausbildung an der K.A.S. und den späteren Marineflakschulen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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