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| Dienststelle
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Führer der Unterseebootsausbildung (F.d.U.A.)
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| Der Führer der Unterseebootsausbildung war die zentrale operative und administrative Dienststelle für die gesamte Ausbildung des personellen Nachwuchses der U-Boot-Waffe. Er unterstand direkt dem Befehlshaber der Unterseeboote (BdU) und koordinierte das komplexe Zusammenwirken der U-Boot-Lehrdivisionen, der Ausbildungsflottillen und der technischen Spezialkurse. Sein Hauptziel war die Bereitstellung voll einsatzfähiger Besatzungen, die nach Abschluss der taktischen Ausbildung direkt in den Fronteinsatz übernommen werden konnten.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Eingerichtet im Zuge der massiven Expansion der U-Boot-Waffe, um die Ausbildungskapazitäten in der Ostsee zentral zu steuern. Die Dienststelle wurde am 01.11.1944 in Befehlshaber der Unterseebootsausbildung (B.d.U.A.) umbenannt.
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| Standort: |
Das Stabsquartier befand sich vornehmlich im Raum Pillau und später in Gotenhafen, im Zentrum der wichtigsten Übungsgebiete der östlichen Ostsee.
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| Aufgabe: |
Überwachung der Ausbildungsstandards, Zuweisung von Schulbooten an die Lehrflottillen sowie die Durchführung der taktischen Abschlussmanöver für angehende Kommandanten (AGRU-Front).
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| Ende 1945: |
Mit der Besetzung der Ostseestützpunkte und der Einstellung des Schulbetriebs im Frühjahr 1945 wurde die Dienststelle aufgelöst.
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| Spezifische Merkmale
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| Ausbildungshierarchie: |
Der F.d.U.A. führte sämtliche Unterseeboots-Lehrdivisionen (ULD) sowie die taktischen Unterseebootsflottillen zur Vermittlung der Angriffsverfahren.
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| Taktik-Schulung: |
Durchführung von großangelegten Übungen im Rudelverfahren zur Simulation von Geleitzugschlachten unter realistischen Bedingungen in der Ostsee.
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| Abnahme: |
Letzte Instanz bei der Beurteilung der Frontreife ganzer Besatzungen vor der Verlegung in die Stützpunkte nach Frankreich oder Norwegen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Nachwuchssicherung: |
Ohne die straffe Organisation des F.d.U.A. wäre der personelle Ersatz für die hohen Verluste der Frontflottillen ab 1943 nicht sicherzustellen gewesen.
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| Innovations-Transfer: |
Schnelle Integration von Fronterfahrungen in die Lehrpläne, um die Schüler frühzeitig auf neue alliierte Abwehrtaktiken vorzubereiten.
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| Typ-Umstellung: |
Koordination der Umschulungserfordernisse für die neuen Elektro-U-Boote (Typ XXI und XXIII) in den letzten Kriegsjahren.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Akten über die strategische Bedeutung und die personelle Aufstellung der U-Bootsausbildung.
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| BArch RM 87 |
Befehlshaber der Unterseebootsausbildung: Kriegstagebücher und Ausbildungsrichtlinien des F.d.U.A. / B.d.U.A.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Admiralen wie Victor Schütze in der Funktion des F.d.U.A.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildungswesen: Die U-Bootschulen).
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| Rössler, Eberhard |
„Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zur Gliederung der Ausbildungsverbände unter dem F.d.U.A.).
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| Mallmann Showell, J. |
„U-Boat Warfare: The Evolution of the Wolf Pack“ (Einblicke in die taktische Schulung der Kommandanten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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