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Marine-Bereichskommando Flensburg-Kappeln

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Dienststelle Marine-Bereichskommando Flensburg-Kappeln
Das Marine-Bereichskommando Flensburg-Kappeln wurde in der Endphase des Krieges (April 1945) aufgestellt. Es diente der Zusammenfassung und straffen Führung aller im Raum Flensburg, Mürwik und Kappeln befindlichen Marineeinheiten, Schulen und Dienststellen. Angesichts des Vorrückens alliierten Truppen und der Konzentration der verbliebenen Marineführung im Raum Flensburg (Sitz der geschäftsführenden Reichsregierung Dönitz) übernahm das Kommando die Organisation der Verteidigung, die Unterbringung von Flüchtlingsströmen und die Aufrechterhaltung der militärischen Disziplin in diesem letzten Rückzugsgebiet.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: April 1945; gebildet aus den verbliebenen Stäben im Raum Flensburger Förde.
Aufgabe: Bereichsverteidigung; Personalerfassung; Aufrechterhaltung der Ordnung; Quartierwesen.
Unterstellung: Kommandierender Admiral westliche Ostsee; Oberkommando der Marine (OKM).
Ende 1945: Mai 1945; Abwicklung der Dienststellen unter britischer Aufsicht.
Spezifische Merkmale
Bedeutung: Strategischer Schwerpunkt durch die Konzentration der Seekriegsleitung im Raum Mürwik.
Einheiten: Führung zahlreicher Alarmbataillone, Schulbesatzungen und versprengter Flottillenteile.
Personal: Besetzung durch hochrangige Offiziere zur Stabilisierung der Lage im Festungsbereich.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Auffang: Aufnahme und Erfassung von U-Boot-Besatzungen, die aus dem Osten evakuiert wurden.
Stützpunkt: Sicherung der Flensburger Förde als Liegeplatz für eine Vielzahl verbliebener U-Boote.
Disziplin: Überwachung der U-Boot-Spezialisten während der Phase der Kapitulationsverhandlungen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 33 Marinestation der Ostsee: Akten über die Landorganisation in Schleswig-Holstein 1945.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen im Bereichskommando Flensburg.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Lage im Raum Flensburg-Mürwik im Mai 1945.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Landorganisation).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte“ (Kapitel: Flensburg-Mürwik).
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