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II. Marine-Ergänzungsabteilung

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband II. Marine-Ergänzungsabteilung
Die II. Marine-Ergänzungsabteilung wurde am 01.10.1934 am Standort Wilhelmshaven im Zuge der personellen Erweiterung der Reichsmarine aufgestellt. Sie fungierte als zentrale Instanz für die achtwöchige infanteristische Grundausbildung (Rekrutenschliff) des personellen Nachwuchses der Marinestation der Nordsee. In Einheiten wie der 3. Kompanie (3./II. M.E.A.) durchliefen Rekruten – wie belegt im Herbst 1937 – ihre soldatische Basis-Schulung, bevor sie zur fachspezifischen Ausbildung kommandiert wurden. Am 01.01.1944 erfolgte eine organisatorische Umgliederung durch Zusammenführung mit Stammteilen der 2. Schiffsstammabteilung, wobei die Abteilung bis zur Kapitulation 1945 im Raum Wilhelmshaven als personelles Sammelbecken für die U-Boot-Waffe und Marine-Schützen-Verbände aktiv blieb.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formierung am 01.10.1934 in Wilhelmshaven aus Teilen der vormaligen Küstenwehrabteilungen zur Deckung des steigenden Personalbedarfs der Kriegsmarine.
Grundausbildung (1937): Durchführung des obligatorischen Rekrutenschliffs; Vermittlung von Disziplin, Exerzierdienst und infanteristischer Basis im Bereich der Marinestation der Nordsee.
Struktur: Gliederung in Ausbildungskompanien (z. B. 3./II. M.E.A.); Unterstellung unter das 2. Marine-Ersatzregiment im Wehrkreis X (Wilhelmshaven).
Umgliederung 1944: Organisatorische Straffung am 01.01.1944; Erweiterung der Aufgaben um die personelle Ergänzung für Frontflottillen und die Dezentralisierung in den Raum Norden.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Laufbahnbeginn: In den Stammrollen vieler U-Boot-Männer markiert der Dienst in der II. M.E.A. (z. B. 1937) den offiziellen Diensteintritt und die erste militärische Sozialisationsphase.
Personalerhalt: Funktion als administratives Auffangbecken für technisches und artilleristisches Personal, das nach der Grundausbildung zur spezialisierten U-Boot-Ausbildung wechselte.
Biografischer Marker: Dokumentiert die fundierte Basisausbildung im Bereich der Nordsee; Beleg für die Zugehörigkeit zum personellen Kern der expandierenden Kriegsmarine-Struktur.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marine-Ersatzabteilungen: Kernbestand für die Aufstellungsbefehle vom 01.10.1934, die Gliederungspläne und Lehrgangsakten der II. M.E.A. (1934–1945).
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineangehörige mit dokumentierter Grundausbildung in der 3./II. Marine-Ergänzungsabteilung am Standort Wilhelmshaven.
BArch RM 32 Marinestation der Nordsee: Unterlagen zur logistischen Einbindung der Ergänzungsabteilung in das Ersatzwesen des Admirals der Nordsee im Wehrkreis X.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Struktur und Aufstellungsdaten der Marine-Ergänzungsabteilungen).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marine-Ersatzregimenter und deren Unterstellungen ab 1934).
Hildebrand, Hans H. „Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945“ (Detaillierte Chronik der Standorte Wilhelmshaven und Norden).
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