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| Datenblatt
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Schulverband der U-Abwehrschule
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| Der Schulverband der U-Abwehrschule (U.A.S.) war das operative Rückgrat für die Ausbildung im Bereich der U-Jagd. Für das U-Boot-Archiv Wiki ist er als „Sparringspartner“ der U-Boot-Waffe relevant: Hier lernten die Sicherungskräfte, wie man U-Boote aufspürt und vernichtet, was wiederum die Taktik der U-Boot-Kommandanten (Stichwort: Marinedienstvorschrift Nr. 906) maßgeblich beeinflusste. Zugleich war es die geheime Ausbildungsschule der U-Boote (siehe unten).
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| Schulverband der U-Abwehrschule
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| Entstehung: Formiert aus den praktischen Ausbildungskomponenten der U-Abwehrschule (U.A.S.), die seit den 1930er Jahren in Kiel (später teilweise verlegt) bestand.
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| Funktion: Bereitstellung von Fahrzeugen für die praktische Schulung an Ortungsgeräten und Waffen.
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| Ausbildung: Schulung von Offizieren und Spezialpersonal an S-Geräten (aktives Schall-Ortungsgerät) und im Einsatz von Wasserbomben.
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| Zusammenarbeit: Der Verband agierte als Gegner für die in der Ostsee trainierenden U-Boote der U-Boots-Lehrdivisionen. In diesen Übungen lernten U-Boot-Besatzungen das lautlose Entziehen, während die Schüler des Schulverbandes das Orten trainierten.
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| Fahrzeuge: Der Verband verfügte über eine Mischung aus spezialisierten U-Jägern (UJ-Boote), Minensuchbooten und Hilfsschiffen.
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| Ende: Mit der Räumung der Ostsee-Stützpunkte im Frühjahr 1945. Teile des Verbandes wurden zuletzt für Sicherungsaufgaben im Kattegat und Skagerrak eingesetzt.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Taktisches Training: Für angehende U-Boot-Kommandanten war der Schulverband der wichtigste Gegner während ihrer Ausbildung bei der 24. U-Flottille. Hier wurden die Manöver zur Abwehr von Wasserbombenangriffen unter Realbedingungen (mit Übungsbomben) erprobt.
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| Technologische Entwicklung: Im Schulverband wurden neue deutsche Ortungsgeräte gegen eigene U-Boote getestet, um deren Wirksamkeit und die Geräuschentwicklung der Boote zu analysieren.
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| Personalpool: Offiziere, die im Schulverband der U.A.S. dienten, wechselten oft zur U-Boot-Waffe, da sie die Denkweise des Jägers bereits verinnerlicht hatten und somit als Kommandanten wussten, wie sie sich der Ortung entziehen konnten.
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| Der Schulverband und die getarnte U-Boot-Ausbildung
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| Die Tarnung als „U-Abwehrschule“ (1933–1935):
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| Hintergrund: Um den Aufbau der U-Boot-Waffe vor den Augen der Weltöffentlichkeit zu verbergen, wurde die Ausbildung in die U-Abwehrschule (U.A.S.) in Kiel integriert.
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| Die Legende: Offiziell behauptete man, lediglich Abwehrverfahren gegen feindliche U-Boote zu lehren. Tatsächlich bildete man dort aber bereits das Kaderpersonal für die künftige U-Boot-Waffe aus.
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| Der Schulverband: Die Fahrzeuge des Schulverbandes dienten als Tarn-Plattformen. Die ersten U-Boot-Schüler (wie die berühmte Crew 33) lernten hier theoretisch und auf kleinen Überwasserbooten das, was sie ab 1935 auf den ersten Booten vom Typ II A (Einbäume) praktisch anwenden sollten.
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| Funktion der „Antasch“ (Antitaucher-Schule):
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| In Marinekreisen wurde die Schule oft scherzhaft oder intern als „Antasch“ bezeichnet.
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| Jeder Kommandant der ersten Stunde (z. B. Otto Weddigen der Neuzeit oder Karl Dönitz als Chef der ersten Flottille) hatte eine enge Bindung an diese Tarnorganisation.
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| Quellenangabe
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| Bundesarchiv Signatur RM 20 |
Schulen und Bildungseinrichtungen. Invenio Online-Recherche. Enthält unter der Rubrik U-Abwehrschule die Akten zum Schulverband und den durchgeführten Übungsprogrammen.
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| Bundesarchiv Signatur RM 6 |
Reichsmarine / OKM. Invenio Online-Recherche. Hier finden sich die geheimen Haushaltspläne und Personalzuweisungen für die „U-Abwehr-Versuche“, die faktisch der Aufbau der U-Boot-Waffe waren.
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| Bundesarchiv Signatur RM 20 |
Marineschulen: Unter den frühen Akten der U.A.S. Kiel finden sich die Lehrgangspläne der Crews 33 und 34, die offiziell als „Abwehrschüler“ geführt wurden.
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| Literaturverweise
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt U-Jagd-Ausbildung).
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| Eberhard Rössler |
Geschichte des deutschen U-Bootbaus. (Beschreibt detailliert die geheime Ausbildung und die Rolle der U.A.S.).
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| Allison Saville |
The Development of the German U-Boat Arm 1919–1935. (Wissenschaftliche Aufarbeitung der Tarnorganisationen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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