|
|
|
| Datenblatt
|
U-Lehrgang für Oberfeldwebel
|
|
|
|
|
| Der U-Lehrgang für Oberfeldwebel (U-Boot-Lehrgang für technische Portepee-Unteroffiziere) war die finale fachliche Qualifikation für das technische Rückgrat der U-Boot-Waffe. Er diente dazu, erfahrene Oberfeldwebel der technischen Laufbahn (Maschinisten, Elektrotechniker) für die verantwortungsvollen Aufgaben als Zentralen-Chef oder als Vertreter des Leitenden Ingenieurs (L.I.) an Bord vorzubereiten.
|
|
|
|
|
| Historische Entwicklung und Einordnung
|
|
|
| Kaiserliche Marine & Reichsmarine: Die technische Ausbildung war bereits hochspezialisiert, jedoch gab es keine dedizierten „U-Lehrgänge“ in diesem Umfang, da die U-Boot-Zahlen gering waren. Die Ausbildung erfolgte direkt auf den Booten oder an den allgemeinen technischen Schulen.
|
| Kriegsmarine (16.03.1935 – 08.05.1945): Mit der Aufstellung der U-Boot-Waffe am 16.03.1935 wurde der Lehrgang institutionalisiert. Da die Technik (Diesel, E-Maschinen, Trimmsysteme) immer komplexer wurde, mussten die technischen Portepee-Unteroffiziere (Oberfeldwebel/Stabsfeldwebel) eine spezifische Schulung durchlaufen, bevor sie auf Frontboote kommandiert wurden.
|
|
|
| Inhalte und Ablauf
|
|
|
| Standorte: Primär an der 2. Unterseeboots-Lehrdivision (2. U.L.D.) in Neustadt/Holstein oder an spezialisierten Werkschulen (z. B. MAN für Dieselmotoren).
|
| Inhalte:
|
| Tiefensteuerung & Trimm: Beherrschung der Statik des Bootes in allen Gefechtslagen.
|
| Schadensabwehr: Leitung der Leckabwehr und Brandbekämpfung in der Zentrale.
|
| Personalführung: Leitung der technischen Wache (Maschinisten und Heizer).
|
| Technik der neuen Typen: In der Endphase (1944/45) lag der Fokus auf der Hydraulik und den Batterieladetechniken der Elektroboote Typ XXI.
|
|
|
| Relevanz für die U-Boot-Waffe
|
|
|
| Die „Seele“ des Bootes: Während der L.I. die taktische Verantwortung trug, war der Oberfeldwebel (als Obermaschinist) derjenige, der die Maschinen physisch am Laufen hielt.
|
| Kriegsoffiziers-Laufbahn: Für Männer wie Paul Berkemann war dieser Lehrgang oft die letzte Stufe als Unteroffizier, bevor sie aufgrund ihrer überragenden technischen Leistungen zum Kriegsoffizier ernannt wurden.
|
|
|
| Quellenangabe - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) Invenio Online-Recherche
|
|
|
| BArch RM 121 |
Ersatz- und Ausbildungsabteilungen. Enthält die Lehrgangspläne der 2. ULD, in denen die „Portepee-Lehrgänge“ separat geführt werden.
|
| BArch PERS 6 |
Personalakten. Werdegänge technischer Unteroffiziere mit dem Vermerk „U-Lgh. f. Ofw.“ und dem Abschlussdatum (z. B. 15.02.1944).
|
| BArch RM 20 |
Schulen. Belegt die Fachunterweisung an den Technischen Marineschulen (TMS).
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Marinedienstvorschrift Nr. 32 |
Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
|
| Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Technische Ausbildung).
|
| Marinedienstvorschrift Nr. 32 |
Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
|
|
|
|
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
| >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
|
|
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|