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Wotan

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Schiffseinheit Hilfsminensuchboot Wotan
Das Hilfsminensuchboot Wotan war ein für den Kriegsdienst umgerüsteter Fischdampfer (ex-Zivilname oft beibehalten). Es wurde ab 1939/40 in verschiedenen Sicherungsflottillen, unter anderem der 16. Minensuchflottille (als M 1604), eingesetzt. Seine Hauptaufgabe bestand im Räumen von Minensperren in der Nordsee und im Ärmelkanal sowie in der Sicherung des küstennahen Schiffsverkehrs. In der Zeit von 1940 bis 1941 operierte das Boot häufig im Bereich der niederländischen und französischen Küste, um die Ansteuerungswerge für die dortigen U-Boot-Stützpunkte zu sichern.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Requirierung und Umbau zum Hilfsminensuchboot (H.M.S.) bei Kriegsausbruch.
Aufgabe: Minensuchen; Geleitsicherung; Vorpostendienst; Flak-Schutz.
Unterstellung: Befehlshaber der Sicherung der Nordsee (B.S.N.); diverse Minensuchflottillen.
Ende: Mai 1945; Kapitulation oder Verlust durch Kriegseinwirkung (Minen/Luftangriff).
Technische Daten und Maße
Abmessungen: Länge: ca. 45–55 m; Breite: ca. 8 m; Tiefgang: ca. 4 m (typisch f. Fischdampfer).
Verdrängung: ca. 450–600 BRT.
Antrieb: Dreifach-Expansions-Dampfmaschine; Geschwindigkeit: ca. 9–11 kn.
Bewaffnung: 1 x 8,8-cm oder 7,5-cm Kanone; diverse 2-cm Flak; Minenräumgerät.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Freihaltung der Zwangswege für U-Boote beim Auslaufen aus den Kanalhäfen.
Geleitschutz: Sicherung von Versorgungsschiffen der U-Boot-Waffe gegen leichte Seestreitkräfte.
Seenot: Einsatz bei der Suche nach überfälligen U-Booten im Küstenvorfeld.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 Minensuchflottillen: Kriegstagebücher der Hilfsminensuchboote.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Kommandanten (meist Offiziere d.R. oder Sonderführer).
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über Minenlage und Sicherungsdienst im Westen.
Literaturverweise
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Sicherungsstreitkräfte).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
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